27.07.2012

Abzweig Büttel in Betrieb genommen

In diesem ca. 3 km langem Bauabschnitt wurden 11 Maste mit 1.260 t Gewicht, 91.000 Schrauben und 30 t Farbe, 3.700 m Rammrohr mit 130 t Bewährungsstahl und 1.000 m² Beton sowie 120 km Leiterseil verbaut. Die Leitung hat eine Übertragungskapazität von insgesamt 3000 Megawatt.

Baubeginn war Ende Januar, zuerst wurde schaltungsunabhängig die Abzweigleitung zur Schaltanlage Büttel gebaut. Eine kreuzende 110-kV-Ltg. wurde 1-systemig auf ein Provisorium verlegt und mit einem Netz geschützt. Umweltauflagen, wie Froschsperren und Abzäunen der Gräben, wurden umgesetzt.

Kritisch in der Terminplanung war die Einbindung in die existierende  380-kV-Leitung. Von der geplanten Abschaltzeit von 4 Wochen verblieben durch die notwendige Inbetriebnahme und unfangreicher Erdungstests nur 3 Wochen für die eigentliche Montage. Die Leitung konnte schließlich am 21.07.2012 an die TenneT zuschaltbereit übergeben werden.

Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne) wertete die Fertigstellung der Leitung als gute Nachricht für die Energiewende in Deutschland. "Es geht voran mit dem Netzausbau", sagte er bei der Inbetriebnahme des Abschnitts am 27.07.2012.

Das ist so etwas wie eine Auffahrt auf die Strom-Autobahn, stand im Greenpeace-Magazin. Bundesweit müssen ungefähr 3800 Kilometer neue Leitungen gebaut und weitere 4400 km bestehende Stromtrassen ertüchtigt und optimiert werden.